Freitag, 12. Oktober 2012

Karma-Yoga in der Definition von Swami Sivananda

Karma-Yoga heißt nicht, einfach etwas zu tun, ohne eine Belohnung dafür zu erwarten. Eine Sache ist es zu erwarten, eine ganz andere jedoch, ohne Erwartung zu erhalten. 
Swami Sivananda gab anderen von sich selbst, seinen Diensten und seinem Wissen, ohne etwas als Gegenleistung dafür zu erwarten. Doch er gab einem auch die Möglichkeit, seine Dankbarkeit, seine Anerkennung, seine Hingabe zu zeigen. Er wollte sie nicht, und er wäre auch in keiner Weise enttäuscht gewesen, wenn man davonginge, aber er war nicht egoistisch genug, es abzulehnen. 
Wer um eine Belohnung bittet, ist das Ego, und was ein Angebot ausschlägt, ist auch das Ego. 
Er hat mir einmal gesagt; "Frage nicht nach etwas, weise nichts ab." 
Eine Belohnung nicht zu erwarten ist nicht genau dasselbe wie eine Belohnung abzuweisen, aber das ist nicht das einzige, was Karma Yoga ausmacht. Karma Yoga ist selbstloses Dienen.

(Swami Venkatesananda: "Sivananda Yoga", erschienen im Yoga Vidya Verlag)

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